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Fortbildung: Verkauf chemischer Produkte

[ Gefahrstoffe ]

[ ] Anforderungen an das Inverkehrbringen von Chemikalien kennen – Strafen vermeiden

Chemische Produkte sind nicht nur z.B. Farben und Lacke, Desinfektionsmittel, Klebstoffe, Lösemittel und andere Gefahrstoffe, sondern sogar Gebrauchsgegenstände wie Thermoskannen und Kfz können chemikalienrechtlichen Vorschriften unterliegen. Jeder Inverkehrbringer in der Lieferkette, vom Hersteller bis zum Einzelhändler, ist für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. Es finden verstärkt Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden statt. Der Datenaustausch zwischen den Behör¬den, auch grenzübergreifend, wird immer effektiver. Beanstandete Produkte müssen vom Markt genommen werden. Bei Schadensfällen sind Regressforderungen möglich. Verstöße gegen die Anforderungen an das Inverkehrbringen können eine Ordnungswidrigkeit oder sogar einen Straftatbestand darstellen.

Zielsetzung

Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Anforderungen an das Inverkehrbringen chemischer Stoffe und Gemische sowie sonstiger Produkte, für die Anforderungen zur chemischen Beschaffenheit zu beachten sind. Sie werden für die Fallstricke des Alltags sensibilisiert und lernen damit rechtssicher umzugehen.

Inhalt

Die rechtlichen Anforderungen an das Inverkehrbringen chemischer Produkte (Stoffe, Gemische und Erzeugnisse) werden vermittelt. Dabei wird insbesondere auf folgende Rechtsvorschriften eingegangen: Chemikaliengesetz, Chemikalien-Verbotsverordnung sowie die europäische REACH-Verordnung, CLP-Verordnung und Biozid-Verordnung. Ein Überblick über die Anforderungen beim Inverkehrbringen von Wasch- und Reinigungsmitteln, Elektrogeräten, Bedarfsgegenständen sowie ozonschichtzerstörenden und klimarelevanten Stoffen rundet das Thema ab. Die Anforderungen an die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung sowie die Abgabebeschränkungen werden vermittelt. Manche Produkte dürfen nicht verkauft werden, andere nur unter Einschränkungen. Die Abgabe bestimmter Gefahrstoffe darf nur durch Personen erfolgen, die ihre Sachkunde nachgewiesen haben und es sind Informations- und Aufzeichnungspflichten zu beachten. Einige Produkte müssen unter Verschluss aufbewahrt werden und eine Abgabe in Selbstbedienung oder über das Internet ist nicht zulässig. In einigen Fällen ist für das Inverkehrbringen sogar eine behördliche Erlaubnis erforderlich. Was gilt für Ihr Unternehmen? Die Fallstricke des Alltags werden anhand zahlreicher Praxisbeispiele aufgezeigt. Die Teilnehmer erhalten Verständnis für die Rechtssystematik und vertiefen das Erlernte durch Übungen. Der Umgang mit nationalem und europäischem Recht zum Inverkehrbringen chemischer Produkte wird vermittelt. Es wird gezeigt, was bei der Werbung zu beachten ist, welche Sanktionen bei Verstößen drohen und wo man sich in Zweifelsfällen informieren kann.

Teilnehmerkreis

Unternehmer, Hersteller chemischer Produkte, Groß- und Einzelhändler, Filialleiter, Importeure, Qualitätsbeauftragte, Gefahrstoffbeauftragte

Termine

  • 10.04.2018
  • 17.09.2018

Teilnahmegebühren

Standard 400 €
Ermäßigt * 350 €

Alle Preise zzgl. 19% MwSt.
* Mitglied bvse / EdDE oder bregau zertifizierte Efb

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