Gebäudeabriss und Bausubstanzuntersuchung

Die immer häufigere Revitalisierung von brach liegenden bebauten Grundstücken in den Städten erfordert auch eine Untersuchung des Gebäudebestandes auf Schadstoffe. Sei es, um einen Abriss der Gebäude und somit die anfallenden Kosten für die Entsorgung abschätzen zu können, oder um die Wiederherstellung der alten historischen Bausubstanzen sicher zu planen und ein gesundes Wohnen und Arbeiten in diesen Gebäuden abschließend gewährleisten zu können.Basierend auf den Bausubstanzuntersuchungen wird die Schadstoffsituation in den Gebäuden erfasst und dokumentiert. Die Ergebnisse helfen den Ablauf des Rückbaus oder der Sanierung zu planen und eine Entsorgung der schadstoffbelasteten Baumaterialien kostengünstig und ordnungsgemäß zu organisieren.

Bei industriell oder gewerblich genutzten Flächen und Gebäuden können - teilweise auch über längere Zeiträume - Verunreinigungen von Baustoffen, Boden und Grundwasser durch bestimmte, produktionsspezifische Schadstoffe aufgetreten sein. So sind beispielsweise an Gießereistandorten u. a. Cyanid-Kontaminationen durch Härtesalze (Calciumcyanid) zu erwarten. Verunreinigungen mit Kohlenwasserstoffen treten in Werkstätten, Tankfundamenten sowie an Ölumschlagstellen und -lagerplätzen auf. An Altstandorten der Metallbearbeitung - insbesondere bei Entfettungsanlagen - ist dagegen u. a. mit chlorierten Kohlenwasserstoffen zu rechnen. Bei genauer Betrachtung eines industriell oder gewerblich genutzten Standortes kann somit zu jedem Bereich der Produktion ein bestimmtes Schadstoffraster angelegt werden, das die Grundlage der Untersuchung und Bewertung einer Industriealtlast darstellt. Aus den so erhaltenen Ergebnissen können schließlich Aussagen sowohl zur Gesamtsituation der Industriealtlast als auch zu jedem einzelnen Gebäude getroffen werden.

Die bregau ghc GmbH GeoHydroControl hat derartige Gefährdungsabschätzungen in der Vergangenheit für eine Reihe von Altstandorten durchgeführt und verfügt somit über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. So wurden in Zusammenarbeit verschiedener Bereiche unseres Hauses Industriealtlasten in Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt untersucht und Gefährdungsabschätzungen sowie Abbruch-, Sanierungs- und Entsorgungsempfehlungen vorgelegt.

Um eine Abschätzung der zu erwartenden Schadstoffverunreinigungen vornehmen und die weiteren Untersuchungen sinnvoll planen zu können, ist im Vorfeld zunächst eine Recherche über die Historie der Gebäude respektive Grundstücke mitsamt der Produktionsanlagen und deren Betriebsweise notwendig. Mit den daraus erhaltenen Erkenntnissen können die potentiell auftretenden Schadstoffe und die möglicherweise kontaminierten Bereiche ermittelt werden.

Im nächsten Schritt werden die Rahmenbedingungen der analytischen Untersuchungen definiert, insbesondere die Auswahl geeigneter Probenahmestellen, die Eingrenzung der zu untersuchenden Schadstoffparameter sowie die Festlegung von Probenahme-, Analysen- und Bewertungsverfahren. Im Anschluss daran werden gezielt Proben entnommen und auf produktionsrelevante Parameter analysiert. Mit den Ergebnissen der instrumentellen Analytik werden schließlich Art und Ausmaß der Verunreinigung beschrieben bzw. beurteilt sowie Empfehlungen zur Wiederverwertung bzw. Entsorgung der Materialien ausgesprochen.

Die zum Abbruch anstehenden Gebäude werden in Bereiche unterschiedlicher Belastungen unterteilt, so dass der anfallende Bauschutt entsprechend sortiert werden kann. Hierfür hat das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL) im Jahre 1998 Güteklassen anhand der Konzentrationen bestimmter Schadstoffe definiert, die derzeit als Standard bei der Bewertung wiederzuverwertender Baurestmassen gelten. Auf dieser Grundlage kann der als unbelastet klassifizierte Bauschutt einer uneingeschränkten Wiederverwertung zugeführt werden, während Materialien der Güteklassen 2 und 3 nur für bestimmte Zwecke eingesetzt werden können. Eine ähnliche Herangehensweise wird bei der Untersuchung von Böden gewählt, wobei zur Bewertung der Ergebnisse anerkannter oder gesetzlich vorgeschriebene Beurteilungsmaßstäbe herangezogen werden.

Im einzelnen bieten die bregau ghc GmbH GeoHydroControl beim Abriss und bei der Sanierung von Industriealtlasten folgende Leistungen an:

  • Recherche zur Nutzung des Geländes und der Gebäude
  • Ermittlung der potentiell vorhandenen Schadstoffverunreinigungen und Festlegung der zu untersuchenden Parameter
  • Begehung des Geländes und Festlegung der Probenahmestellen
  • qualifizierte Probenahme in Boden, Grundwasser und Gebäuden/Baumaterialien (einschließlich der Erfassung asbesthaltiger Baustoffe)
  • Analytik auf relevante Schadstoffe mittels anerkannter Verfahren
  • Auswertung der Ergebnisse und Beurteilung des Altstandortes
  • Abriss- und Sanierungsplanung, gutachterliche Begleitung

Ihr Ansprechpartner

Bernd Goldacker

Tel.: 0421 / 22097-528

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